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Also schrieb Drudenfusz
Dienstag, 16. März 2010
Kraftspieler
Dienstag, 16. März 2010, 18:20
Welt der Rollenspiele #20

Powergamer genießen einen recht schlechten Ruf, aber ist dieser wirklich angebracht? Nun, dieser Frage will meine Wenigkeit mal auf den Grund gehen.



Was machen Kraftspieler so?

Sie schauen sich Regeln sehr genau an und nutzen diese dann in aller Konsequenz. Das ist solange kein Problem wie das Regelwerk gut designd ist und das Setting auch getreu wiedergibt, doch wenn die Regeln nicht zum Setting passen oder schlimmer Tausende von Hintertüren haben wie man es mißbrauchen kann, gibt es Probleme. Aber für diese Probleme ist nicht der Spieler verantwortlich, sondern das Regelsystem.

Umgang mit Mitspielern

Es gibt Leute die behaupten Kraftspieler seien selbstzentriert und würden sich nicht um ihre Mitspieler scheren, aber mal ehrlich selbiges kann man auch von vielen Method Actorn behaupten (die lassen durchaus auch gerne mal die ganze Gruppe, für ihr Charakterspiel, gegen die Wand fahren). Das Problem ist das Leute die ihren Charakter, ohne Rücksicht auf ihre Mitspieler, ausspielen, dennoch für gute Rollenspieler gehalten werden, während ein Kraftspieler der das Selbe tut verpönt wird.

Gestaltung von Charakteren

Normalerweise hört man das Kraftspieler sich flache Charaktere bauen, kenne aber so einige Spieler die sich interessantere Charaktere bauen als so manch Method Actor. Wie kommt es dazu? Nun sie bauen sich exakt das was sie sich vorstellen und auch so das es rocken kann (man sich also nicht langweilen muß, sondern die Dinge in eigene Hände nehmen kann). Dies, daß man einen Charakter hat der aus sich selbst heraus Dinge tut, kann zum Problem führen mit Spielleitern die gerne die Runde auf Schienen setzen, da ein Kraftspieler da leichter ausbrechen kann.

Was können Kraftspieler für die Szene tun?

Mehr als die meisten anderen Spielertypen würde meine Wenigkeit jetzt mal fresch behaupten. Warum? Nun wenn die Verlage gezielt Kraftspieler für Spieltester nehmen würden, dann könnten sie sich sicherer sein das einige der abstrusen Regellücken geschlossen werden bevor das Buch in Druck geht, da Kraftspieler diese häufig gezielt finden (weil sie Regeln gerne anwenden).

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Dienstag, 9. März 2010
Scheuklappen
Dienstag, 9. März 2010, 00:45
Welt der Rollenspiele #19

Früher galten Rollenspieler mal als offen für Neues, doch irgendwie scheint dies heute nicht mehr der Fall zu sein. Zumindest erscheint mir das so wenn man sich die Forenlandschaft so anschaut. Neue Editionen, werden verrißen bevor man sie überhaupt gespielt hat (und falls man sich doch mal ransetzt, versuchen viele einfach nur ihre Vorurteile zu bestätigen). Wenn man zum Beispiel an D&D4 herangeht mit der Einstellung es sei ein Brettspiel dann darf man sich nicht wundern das es sich nachher auch so spielt (weil man einfach selbst nicht mehr offen ist um Charakterspiel zu betreiben. Und nebenbei, Regeln verhindern nie Charakterspiel, das ist ein Mythos).

Warum haben sich Rollenspieler gewandelt?

Nun, wir sind älter geworden, der Nachwuchs der offener für neue Ideen ist bleibt ja auch aus. Und es ganz natürlich bei Menschen das sie sich irgendwann anfangen an das zu klammern was sie kennen. Damals war der Großteil aller mir bekannten Rollenspieler noch Schüler und Studenten, heute sind es erschreckend viele Arbeitslose und ALG2-Empfänger. Über den Tellerrand will man gar nicht mehr schauen, weil man glaubt schon das Maß aller Dinge zu sein. In Foren werden immer noch Kämpfe für oder gegen irgendwelche Spielstile gefochten, aber Leuten seine Meinung wirklich näher zubringen schafft Keiner, schließlich machen die meisten Leute den Spaß nur um sich selbst einredenzukönnen ihr Stil sei wirklich der Beste.

Was bedeutet das für die Szene?

Würde vermuten das es dazu führt das die Verlage irgendwann aufhören Rollenspiele zu verlegen, weil sie einfach nicht mehr rentable sind (Frank Heller hatte ja auch schon das Ende der Pen & Paper Rollenspiele mal angesprochen). Schlimmer aber, wir sehen von außen wie Spießer aus und schrecken dadurch erst recht Neulinge ab. Und letztlich beschneiden wir uns selbst beim finden neuer Leute für mögliche Runden, da wir die Community nur nutzen um anderen zu sagen wie Scheiße man sie findet, das zerstört die Gegelegenheit die Foren auch konstruktiv zu nutzen.

Was kann man ändern?

Veränderungen sind ein Teil des Lebens, dem entsprechend kann man viel ändern (man kann gerne als Rentner damit aufhören, aber kann mir das für mich dann auch nicht richtig vorstellen). Neue Systeme und Settings sollten ruhig mal getestet werden, und das möglichst vorurteilsfrei. Kritik in Foren sollte man vielleicht konstruktiv halten (wenn schon nicht unbedingt höflich). Und wenn man sich schon nicht dafür interessiert wie andere Leute Rollenspiel betreiben, dann sollte man sie auch nicht runtermachen, dafür das sie andere Prioritäten setzen. Alles was wir machen müssen ist also nur wieder offener werden.

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Donnerstag, 4. März 2010
Tag des Spielleiters
Donnerstag, 4. März 2010, 23:56
Welt der Rollenspiele #18

Heute war der Tag des Spielleiters (GM's Day), eine Idee die im Jahre 2002 auf dem Board von EN-World entstand und nur durch Zufall auch der Tag ist, an dem im Jahre 2008, Gary Gygax verstarb. Inzwischen ist um diesen Tag, eine von drei Wochen der "Lies ein Rollenspiel-Buch in der Öffentlichkeit" Aktion im Jahr entstanden. So hatte meine Wenigkeit, zu Beispiel gestern beim Cthulhu-Stammtisch (welcher jetzt immer am ersten Mittwoch im Monat stattfindet), neben Cthulhu auch Savage Worlds in der Hand, und es wurde sich auch über D&D sowie auch über L5R unterhalten (bin mir gerade nicht sicher ob mir noch weiter Spiele, die gestern Thema waren, schon wieder entfallen sind). Wie auch immer die Woche geht noch bis Sonnabend, also nehmt Euch morgen oder übermorgen ein Rollenspiel mit und liest es in der Öffentlichkeit!

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Mittwoch, 3. September 2008
Rollenspielszene in Berlin
Mittwoch, 3. September 2008, 08:21
Welt der Rollenspiele #17

Frage mich manchmal ob die Rollenspieler in Berlin (oder wie es von mir auch ab und an genannt wird – Rollywood) eigentlich alle spinnen. Sicher Rollenspieler sind immer etwas kauzig und Berliner haben ja sowieso im Rest von Deutschland so einen Ruf, aber ist das normal was wir hier treiben? Da Meckern sie alle, ständig und überall, in Foren auf Stammtischen und in Blogs, was alles im argen liegt, doch statt das man sich mal aufrafft und etwas tut, machen einige munter weiter damit alles runterzuziehen.

Wovon redet der Drudenfusz?

Nun als meine Wenigkeit diesen Blog vor etwa anderthalb Jahren startete, war eines meiner Ziele mich auch mit der Rollenspiellandschaft in Berlin auseinander zu setzen. Habe also in dieser Kategorie meines Blogs über Stammtische und sonstige Veranstaltungen in Berlin geschrieben. Nun gestern war wieder einer dieser Stammtische, nämlich der Cthulhu-Stammtisch, und wieder mal war meine Person dafür verantwortlich das neue Gesichter sich dort blicken ließen. Dies und die Diskussion mit Corvin und Knut, nach dem die meisten Anderen schon weg waren, hatte mir mal wieder klargemacht, daß etwas nicht stimmt bei uns.

Also die Leute die meine Wenigkeit mitgeschleppt hat, waren beide unter 20. Und da geht es los, alle tun immer so als hätten wir kein Rollenspieler Nachwuchs, aber dem ist nicht so! Das Problem ist, das viele alte Hasen zu sehr in ihren kleinen Dunstkreis zurückgezogen haben und so nicht mehr sehen was um sie herum eigentlich passiert. Dies gilt nicht nur für den Cthulhu-Stammtisch oder für Nexus über die man das letzte Drittel der Zeit redete (und das obwohl Corvin und Knut, beide gehören ja zu diesem Verein, auch sicherlich auf deren Stammtisch hätten machen können, aber da waren sie ja beide nicht).

Doch das Problem sitzt tiefer. Hier in Rollywood, hält sich jeder für denjenigen, welcher die letzte Antwort auf alles kennt (das wäre 42, daß mußte jetzt sein, obwohl mir eigentlich mehr nach Weltenbrand ist). Habe schon einmal darüber geschrieben das die Rollenspielläden der Schlüssel für eine vernetzte Rollenspielszene sind. Das klappt aber nicht mehr, stattdessen müssen neue Wege her. Aber da sitzen sie alle und machen nicht, außer sich darüber aufregen das alles schlechter wird (nur um es klarzustellen, Corvin und Knut gehören zu den guten).

Was kannst Du tun?

Viel, also meine Wenigkeit brennt momentan von beiden Seiten, rege mich auf, will aber etwas verändern. Mache also mal einen Anfang und stoße jetzt und hier etwas an, so das keiner sagen kann das der Drudenfusz nichts versucht hätte. Dennoch, wird stellt meine Person jetzt mal die Prophezeiung (so wie Settembrini es auch immer gerne in der BILD seinem Blog gerne tut, um nachher sagen zukönnen, daß er es alles vorausgesehen hat) auf, daß sich in einem Jahr nichts verändern wird (hoffe mal das sich doch etwas bewegen läßt). Doch nun (im Gegensatz zu Settembrini) mein Konstruktiver Ansatz, welcher sich in mehrere Bereiche gliedert:

Das Internet
In Zeiten des Web2.0 sollte es doch möglich sein dies Ordentlich zu nutzen. Früher hängte man in einem Rollenspielladen einen Zettel an die Pinnwand, heute nutz man dafür Foren, oder schaut einfach mal in die Spielerzentrale, ob man jemanden in der nähe findet. Doch in der traurigen Realität, gibt es in Berlin nichts was zusammenbringt. Da gibt es schon mehrere Foren in denen sich Berliner herumtreiben doch die helfen eher dabei zu distanzieren als zu verbinden. Hier mal ein paar Foren in denen Berliner abhängen (bin meines Wissens nach der einzige der in allen angemeldet ist): In all diesen Foren gibt es Leute, die ab und an Runden in Berlin suchen oder starten wollen, doch über ihren Tellerrand schaut man dafür meist nicht. Gerade das Forum mit dem Namen, wo man wohl als erstes erwarten könnte, daß sich hier die meisten finden (#2 in der alphabetischen Liste), ist ziemlich gestorben (das einzige was da noch passiert sind gerade die sporadischen Suchen nach Runden, aber ob den Leuten da wirklich geholfen ist, steht zu bezweifeln).

Wesentlich Interessanter ist es noch das der wohl größte Rollenspielverein Berlins, kein eigenes Forum hat (nein, #4 in der alphabetischen Liste, ist nicht gleich Nexus). Nexus steht sich damit selbst im Weg, denn man steht nicht für offene Diskussionen zur Verfügung. Das muß geändert werden, dies ist doch kein zustand!

Aber Nexus ist nicht die einzige Rollenspiel-Gemeinschaft in Berlin denen ein Forum fehlt, auch zum Beispiel den ganzen Live und LARP-Runden fehlt so etwas. Midnight Dance hat ja wenigstens noch einen Blog, aber richtig vernetzt sind die deshalb nicht (bleibt halt auch irgendwie eine geschlossene Gesellschaft, daß Problem um das es mir ja hier geht).

Und dann ist da noch das Forum (und der dazugehörige Blog, welcher immer polarisiert, ja die Rede ist von #1 in der alphabetischen Liste). So bescheuert, Settembrini im Internet auftritt (in Persona ist er irgendwie umgänglicher), mit seinem geschreibsel von "Herrenmäßigem Rollenspiel" (so kann man doch keine Texte schreiben), ist ja nicht alles Mist was er macht. Seine Ansätze haben einigen neuen Wind in verstaubte Rollenspielnischen gebracht. Das Forum ist aber auf jedenfall ein Ort, wie es ihn sonst nirgends gibt, denn er (Sette) als einziger Admin und Moderator, läßt die Leute einfach machen (keine Zensur, wie sie mir in vielen Foren über aufstößt). So ist der Ton da manchmal etwas ruppig, aber da passieren die konstruktivsten Dinge. Dort wurde die Abenteuer. geboren und dort hatte Karsten auch sein kleines Ferienprojekt als erstes angedacht; aber das bringt mich langsam zum nächsten Thema...

Die Blogs
Wo passieren die interessanten Dinge für Rollenspieler im Internet? In den Blogs! Denn viele Rollenspieler sind die ewigen Diskussionen, welche dann meist doch nichts bringen (komme nachher nochmals zu diesem Punkt zurück), leid. Man hat Ideen und die schreibt man einfach nieder, so das sie lesen kann wer will. Doch bis jetzt waren diese Blogs kleine Inseln, die kaum jemand versuchte zu Kartographieren.

Und jetzt kommt rsp-blogs.de. Da kann jeder sehen was Aktuell in den Rollenspielblogs so passiert. Meiner Meinung nach beste um den überblick zu behalten (und wie meine Wenigkeit sich freut, daß dies die Szene der Rollenspielbloge revitalisiert hat, nachdem zwischenzeitlich ja einiges eingegangen ist).

Wozu sind diese Blogs gut? Nun, wenn man nicht gerade wie Settembrini in den letzen Tagen nur gehaltlosen Content produziert, kann man da Rezensionen von Spielen lesen und von Cons Nachberichte (oder Ankündigungen) lesen. Durchdachte Meinungen zu Streitthemen, welche sich in den Foren bereits in reine Flamewars verwandelt haben.

Vernetzung! Warum können wir die nicht auch in Berlin haben, statt nur im Internet...

Vereine und Gruppierung
Da gibt es so viele Grüppchen, doch alle kochen ihr eigenes Süppchen. Obwohl Nexus und Uniplay mal zusammenarbeiten wollten, passiert nichts dergleichen. Man bekommt teils im anderen Verein nicht mal mit was für Veranstaltungen so geplant sind, da sich keiner darum kümmert irgendwie Kontakt zu pflegen (ist mit den Junges und Mädels von Nexus, wie weiter oben schon geschrieben steht, ja auch nicht ganz Optimal). Der besondere Kracher war dann Tanis (Mitglied bei Uniplay), welcher wenige Tage nach der Odyssee ein griff ins Klo wagte.

Könnte ja eigentlich noch ewig fortfahren mich über die mangende zusammenarbeiten verschiedener Gruppen in Berlin auszulassen (über die Vampire-Live Szene könnte das ein ganzer Roman werden); aber mir paßt es gerade besser bei Thema Cons zu bleiben...

Cons
Also, mal Oberlehrermäßig, für alle die es nicht kapiert haben (und das sind einige, von blut_und_glas bis natürlich Settembrini), eine Convention ist dazu da Leute zu treffen! Dies nutze Settembrini ja auch (ging ja mit einigen auch nach der Odyssee noch einen heben), doch was macht er danach, erzählt das alles nur schlecht gewesen sei. Was soll das? Das ist doch nur reines Miesepetertum.

Sicher, die beiden Cons, welche von Nexus veranstaltet werden, haben so ihre Schwächen. Meines Erachtens ist auch da wieder als Hauptproblem die Kommunikation zu nennen, da selbst intern bei denen jeder sein eigenen Film fährt, alle Anderen stören dabei nur. So machen die Lone Coybows da immer einen auf Chef und alle anderen sind nur Helfer, statt gleichberechtigte Partner (fühlte mich so auch in der Zusammenarbeit mit Corvin für den Cthulhu-Con in Berlin, nur wie ein Helfer, habe da nichtmal Erwähnung auf der Internet-Seite gefunden). Dennoch, würde gerne einen weiteren Con machen wollen (auch mit Corvin), vielleicht noch etwas offener, als Horror-Con?

Unser Con, am anfang des Jahres, hat funktioniert. Wir hatten Leute da, die man auf den anderen Cons nicht sieht. Wo liegen also deren Probleme? Neben der Werbung , durch die man neue Leute erreichen könnte, doch man bleibt Mittelalterlich (Kinder, kein Mensch interessiert sich für eure Flyer, die wandern meist nur in den Müll, habe das in Rollenspielläden gesehen, da liegen die aus, keiner interessiert sich dafür, nachdem Con ist es dann reif für die Tonne). Vielleicht mal das Internet nutzen? Und nein, nicht nur für dämliche Rundmails an alle die sowieso kommen. Aber meine Wenigkeit driftet ab. Wirklich Problematisch ist, das man an Dingen sinnlos festhält. Anfang der 90iger war die Idee einen Exoten-Con zu machen etwas richtig tolles, dafür wurden dann 3 Systeme (mehr oder weniger Willkürlich) verboten und heute ist man nicht in der Lage diese Grenze nochmals zu überdenken (irgendwie hat es Georgios in Rahmen solcher Diskussionen besonders geschafft mir negativ aufzufallen).

Fazit
Oder der eigentliche Auftakt? Warum haben wir Berliner (ja, mir ist klar, daß meine Person sich gerne als Spandauer vor euch distanziert, muß man ja auch zuweilen) nicht, die grundlegendste Lektion des Rollenspiels an sich, gelernt? Seit über dreizig Jahren setzen sich Leute zusammen um im Spiel etwas gemeinsam zu schaffen, wieso könnt ihr das nicht aus dem Spiel mit in euer Umfeld nehmen? Die Diskussion ist hiermit eröffnet! Was willst Du tun, oder ist dir weiterhin nur nach meckern und zusehen?

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Donnerstag, 21. August 2008
Abenteuer.
Donnerstag, 21. August 2008, 11:22
Welt der Rollenspiele #16



Ein kleines Fanzine ist dieses Jahr geboren worden, und beteiligen tut sich die Speerspitze der deutschen Rollenspiel-Fans (die Verrückten die nur allzugerne auch die Rollenspielforen unsicher machen). Der Ursprung ist beim Hofrat zu suchen, welcher in seinem Blog, im Monat Mai, dazu aufrief das sich jeder beteiligen kann und inzwischen gab es dann eine Ausgabe 0 zum NordCon (hier kann man mal in die Preview zum Heft schauen), das Heft hatte aber noch nur zwei Dutzend Seiten.

Ausgabe 1
Zur Odyssee erschien die Ausgabe 1 der Abenteuer. (wo meine Wenigkeit sie auch gleich erwarb und sich freute das es auch Ausgabe 0 nachgedruckt wurde so das davon auch ein Heftchen in meinen Besitz kam), war schön Harald (mehr oder weniger der Herausgeber) dabei auch kennengelernt haben zu können. Nachdem ja bereits eine Rezension des Heftes aus Texas kam, nun auch mal meine Gedanken zum Heft.

Das Heft (oder sollte man schon Büchlein sagen? Schließlich sind es ja doch 130 Seiten) kommt im 80iger Jahre Look daher, mir gefällt es (und bin da wohl nicht alleine). Innen ist das Layout eher schlicht, aber nicht schlecht, da Informationskästchen und Bilder schön eingebunden sind.

Was gibt es zu lesen?

Der erste Artikel ist ein Interview mit David Chart (Chefredakteur bei Ars Magica). Es wird natürlich über Ars Magica gesprochen, aber auch über D&D 4th Edition und wie man dazu kommt bei einem Rollenspiel-Verlag zu arbeiten. Fand es nett zu lesen.

Als zweites im Heft kommt ein ein Abenteuer für Heroquest. Keine Ahnung ob das Abenteuer etwas taugt, bin mit Heroquest halt nicht vertraut. Das Dungeon läßt sich wahrscheinlich auch für ein D&D Abenteuer nutzen wenn man dies will (oder andere Fantasy Rollenspiele).

Dann kommt New Mexico Fried Dino ein Abenteuer für Pandemonium!. Las sich ganz nett, mir viel aber nicht ein wie man die Ideen für etwas anderes ausschlachten kann. Wer aber das eigentliche Spiel wirklich dafür nutzt, sollte auf seine Kosten kommen.

Teil 1 des großen Ritter-Specials (von dem auf dem Cover die Rede ist) ist ein Ritter für D&D3.X nach den Vorstellungen des Settembrini. Schien mir von den Werten her die klassischen Fehler von D&D3.X zu machen und zwang mich zu der Frage: warum man mehr als ein Level von diesem Ritter nehmen sollte?

Das folgende Szenario Kathers Grab gefiel mir außerordentlich gut. Abenteuer und Welt wurden toll dargestellt und schreien danach ganz oder stückweise am eignen Spieltisch genutzt zu werden (sicherlich für die meisten Fantasy-Spiele brauchbar). Wenn es noch mehr aus dieser Kampagne in zukünftigen Heften geben sollte, währe das eine Freude für mich(würde mich auch blind dafür als Peer bereitstellen).

Dirk Remmecke stellt ab Seite 63 seine Version von Rathurbosk, der Brückenstadt aus Dragon Warriors vor (Die andere Variante, welche er erwähnte kann man hier sich ansehen). Werde bestimmt auch irgendwann man das Städtchen in der einen oder anderen Form auch mal verwenden.

Encounter in der Niederwelt: BuroMilSERU ist wohl eine NSC-Gruppe für FengShui. Mir fällt nichts ein was meine Wenigkeit groß noch dazu schreiben soll.

Teil 2 des großen Ritter-Specials, diesmal von Karsten (der das Rollenspielblogs Sammelprojekt gestartet hatte, berichtete ja darüber) eine Variante des Ritters für D&D3.X (wobei zu sagen ist das er so fortschrittlich war und wenigstens das Tome of Battle berücksichtigte). Wirkt etwas überpowert (wobei man die letzten 3 oder 4 Stufen sich auch dann wieder knicken kann).

Besser als Menschlich ist ein Artikel von Alexandro zu den Pfaden der Erleuchtung des alten Vampires (also Masquerade). Leider kommt dieser herrliche Artikel mehrere Jahre zu spät, zumindest für mich spiele ja inzwischen Requiem und da paßt das alles nicht mehr so recht. Wer aber weiterhin Masquerade spielt (sind ja in Deutschland nicht wenige) der sollte sich das unbedingt mal ansehen!

Eine Nebenquest, sicherlich nicht nur für Runequest nutzbar, mit dem Namen Die Azurblauen Kavernen von Ault-Skul findet sich auch im Heft. Ganz nett mal für zwischendurch.

Das Schwarze Auge: 100 Billionen Jahre ist ein Science Fiction Setting von Settembrini, welches wohl auf Basis von DSA1-Regeln läuft. Fühlte mich wieder an meine Jugend erinnert, als von mir noch ohne ende SF-Bücher gelesen wurden; hübsches Setting retro und doch innovativ bin schwer angetan.

Der Fall Simone war mir schon bekannt (aus der alten Fanzine von Uniplay, welche es aber schon Ewigkeiten nicht mehr gibt, Namens Die Sphinx. Um genau zu sein war es Ausgabe 15). Das Abenteuer ist für Millenniums End und in der Abenteuer. auch sicherlich nicht falsch.

Von Skyrock gibt es ein Kampfroboter (für AD&D?) der für weiteres 80iger Jahre Feeling im Heft sorgt.

Abschließend, nachdem Clemens Meier in der 0nummer schon einen Artikel übers Rollenspiel an sich geschrieben hat (dort über das überaltern in der Szene), gibt es nun zum Abschluß der Eins auch ein Artikel von ihm. Die Überschrift NSCs ist ironisch gewählt, denn es geht um Jene die sich intensiv mit Rollenspiel beschäftigen, aber kaum noch spielen. Ist genauso lesenswert wie alles andere im Heft.

Fazit
Werde zusehen das meine Wenigkeit in Zukunft auch Dinge besteuert und will auch keine Ausgabe verpassen. Kann jedem nur empfehlen sich die Abenteuer. zu merken! Für Berliner (und Leute aus der Umgebung), über Spiel in der Burg sollten noch Hefte zu bekommen sein.

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Dienstag, 12. August 2008
Odyssee 2008
Dienstag, 12. August 2008, 01:27
Welt der Rollenspiele #15

Nachdem die Odyssee im letzten Jahr nicht im Haus der Jugend "Albert Schweitzer" stattfand (weil dieses Renoviert wurde, wenn auch wohl hauptsächlich von Außen), ist die Veranstaltung dieses Jahr dahin zurückgekehrt. Traf um 19:00 Uhr am Freitag zum Einlass ein und schrieb mich auch ziemlich sofort in eine Runde ein, da die Runden schon aushingen (so das Spieler und Spielleiter die später kamen sich mit dem begnügen mußten was übrig blieb).

Freitag
Spielte im ersten Block, bei Jared, sein Superhelden-Spiel, was mehr oder weniger die Regeln von Shadowrun 2nd Edition benutz (nur bei den Superpowers hat er sich etwas schönes überlegt). Gespielt wurde auf Englisch, da Jared trotz der Jahre in Berlin immer noch nicht wirklich Deutsch kann, dennoch wurde seine Runde voll. Er hatte vorgefertigte Templates, aber unsere Superkräfte konnten wir uns selbst aussuchen (nicht aus irgendwelchen Listen, sondern aus allem was einem so einfiel). Es machte eine menge Spaß, besonders da die Runde sich auch prima ergänzte und die Charaktere durchaus es verdient hätten eine eigene Comic-Reihe zu bekommen (nicht nur wegen ihrer Fähigkeiten sondern auch wie sie insgesamt so funktionierten).

Hatte mich danach etwas festgequatscht, und bevor man sich versehen hat war es auch schon 4 Uhr morgens. Hatte mich also entschieden die Nacht ein fach wach zu bleiben, blieb dabei ja auch nicht alleine (gebe zu mir war von vorne herrein danach durchzumachen).

Schatten
Aus irgendeinem Grund wurden dieses Jahr alle Blöcke einfach hintereinander weggezählt, also begann am Sonnabendvormittag der zweite Block. Gespielt wurde The Shadow of Yesterday mit Harald (demjenigen der das spiel ins Deutsche übersetzt hat) als Spielleiter, aber dennoch in Englisch, da Jared mitspielen wollte (und er in keine andere Runde kam wo sowohl Spieler als auch Spielleiter bereit waren in Englisch zu spielen). Hatte mich ja schon vor einiger Zeit mal mit dem Spiel auseinander gesetzt, aber es nie gespielt. Die Charaktere zu erschaffen hat leider recht viel Zeit gefressen (würde sagen das es zum Teil daran lag das zum spielen ein zu spezielles Setting gewählt wurde und man sich damit recht lange auseinander setzten mußte um zu verstehen was man sich nun bauen kann). Leider machte mich das Spiel auch nicht richtig glücklich, obwohl es da ja Keys gibt, welche wie Flaggen dem Spielleiter sagen worauf man mit seinem Charakter Lust hat (und wenn dann etwas in diese Richtung passiert bekommt man in diesem Spiel auch noch XP dafür), aber leider passierte nichts auf das mein Charakter ausgelegt war, selbst nachdem meine Wenigkeit noch im Spiel einen weiteren Key hinzugenommen hat.

Workshop...
...oder wie immer man es nennen will. Frank Heller (welcher in meinem Blog ja schon mehrfach erwähnt wurde, da er ja als Chefredakteur für Pegasus das deutsche Cthulhu betreut) und Simon Radmacher (der Hauptorganisator der Odyssee) stellten die bewußt dramatisierte Frage: "Pen&Paper-Rollenspiel, ein sterbendes Hobby?" und meine Wenigkeit nahm an dieser Diskussionsrunde Teil (auch wenn sie leider im 3.Block stattfand und somit bedeutete das man sich entscheiden mußte ob man spielt oder nur über sein Hobby spricht). Neben den bereits erwähnten Personen waren zu Beginn zwölf weitere Personen im Raum und nach einer Viertelstunde kamen dann zwei weitere hinzu. Man stellte sich also der Gegenwart und der Zukunft, besprochen wurden die Entwicklungen auf Cons, bei den Verlagen und in den Läden.

Verlage: Frank plauderte etwas aus dem Nähkästchen, und hatte auch mit Köpfen bei Ulisses und bei Feder & Schwert vorher mal gesprochen und konnte so auch etwas von anderen Verlagen sprechen. Im allgemeinen scheinen die Verkaufszahlen nachzulassen (auch wenn bei Pegasus gerade etwas mehr Umsatz macht). Den massiven Einbruch welchen man einst durch WoW (das MMO-RPG) erlebte hat man überstanden und man macht weiter solange man schwarze Zahlen schreibt, schließlich sind die Leute in den Verlagen meist auch selbst große Fans ihres Hobbys. Es wurde festgehalten das die großen deutschen Verlage in der Szene (wobei groß in diesem Zusammenhang ziemlich relativ zu sehen ist) meist sich durch ein Hauptsystem über Wasser halten; aber da man keine wirklichen Einsteiger-Spiele mehr hat wird es wohl im nächsten Jahr welche geben (von Pegasus ist Quest geplant und Ullises bereitet wohl auch etwas vor).

Läden: In den letzten Jahren haben recht viele Läden dichtgemacht, so gibt es in Berlin nur noch 5 Läden (auch wenn Simon als Mann der die Szene kennt nur 3 kannte und sich von mir erklären lassen mußte welche die anderen beiden Läden sind). Keiner der Läden ist ein reiner Rollenspielladen, denn diese funktionieren scheinbar einfach überhaupt nicht (weil sie einfach keine Neukunden gewinnen können, da Leute die Rollenspiel nicht kennen in solche Läden auch nicht gehen). Natürlich haben die Läden dann noch das Problem das man im Internet die Sachen meist günstiger bekommt, aber auch da gilt das man so der Szene an sich schadet, denn Leute die Rollenspiel nicht kennen kommen so auch nicht in Berührung damit (würde deshalb sagen das genau an diesem Knackpunkt, nämlich den Läden in denen Rollenspiel angeboten wird, die Zukunft unseres Hobbys hängt).

Cons: Auf den meisten Cons sind die Besucherzahlen wohl rückläufig (auch wenn dies wohl nicht für den NordCon gilt und die Wolke auch immer total ausgebucht ist). Auf den Cons fällt es immer wieder auf das die Szene nicht jünger wird (da man ja meist immer die selben Leute trifft, was schon schade ist, da dort immer ein Ideenaustausch stattfindet). Ältere Menschen haben andere Bedürfnisse als junge und haben meist auch höhere Erwartungen, weshalb man schneller enttäuscht ist (mal ganz davon abgesehen das es Leute gibt die gegen Cons wettern obwohl sie sich schon seit Jahren nicht mehr auf diesen Cons blicken haben lassen um mal zu sehen ob sich etwas getan hat). Habe selbst den Eindruck das die meisten Leute die auf Cons fahren in irgendeiner Form Spielleiter sind, welche den Austausch nicht scheuen (auch wenn Settembrini in seinem Blog etwas gegen die Besucher hat, mir gefällt der Austausch).

Zukunft: Rollenspiel wird nicht so schnell sterben, vielleicht wird es sich weiter in eine Nische zurückziehen, weil wenn die Verlage verschwinden und die Läden man keine Einsteiger mehr erreicht, aber das Hobby lebt durch die Rollenspieler an sich. Der Trick ist also hauptsächlich wie man potenzielle Rollenspieler auch zum Hobby bringt.

Zwischenzeit
Hatte nach der Diskussion um die Zukunft des Rollenspiels Zeit, die meine Wenigkeit im Gespräch mit unterschiedlichen Leuten so vertrödelte, da alle Runden schon angefangen hatten (hätte ja gerne bei Alexandro mal Sorcerer probiert, aber das angebot ist mir einfach entgangen, da meine Wenigkeit es einfach nicht mitbekam das dies möglich gewesen wäre, vielleicht im nächsten Jahr).

Konnte aber die Live-Rollenspieler auf dem Con beobachten, welche mir verklickerten das es einen unterschied zwischen Live und LARP gibt (hätte da eigentlich keinen großen unterschied gesehen, aber sie waren doch tatsächlich der Meinung das was sie da so treiben näher am Pen&Paper liegt als am LARP, wenn dem so ist, dann bewahre mich GOTT davor jemals einen von denen als Spielleiter zu bekommen, denn es sah stinkend langweilig aus). Und im Gegensatz zu denn meisten Vampire-Live runden (Betonung auf Live, also auch nicht LARP), scheint man bei Archaica nicht auf dieses unsägliche Stein-Schere-Papier Spielchen nicht verzichten zu wollen. Hätte denen ja vielleicht die eine oder andere Idee mit auf den Weg geben können, aber mir erschien das so hinterwäldlerisch was die da treiben und der Spielleiter schien mir nicht wirklich offen für Kritik (verschwendete also weder meine noch seine Zeit allzulange).

Experiment
Interessant war es, aber ob es auch gelungen ist? Für die uneingeweihten: nach dem dritten Block gab es so etwas wie eine Rollenspielrunde bei dem alle Besucher des Cons zuschauen konnten (und die meisten dies wohl auch taten). Das besondere an der Runde war, das nacheinander Vier verschiedenen Spieler den selben Charakter spielten, den der Charakter hatte das selbe Problem wie der Protagonist im Film Memento, also er konnte sich Dinge nicht merken, so machte sich jeder Spieler nach seiner Szene kurz Notizen (Drei Stichpunkte) und die nachkommenden Spieler hatten nur diese als Anhaltspunkte was geschehen war.

Im Laufe der Handlung (muß sagen das mir Knut als Spielleiter da wirklich gefallen hat) die wie es schien wirklich komplett an den Entscheidungen der Spieler hin (da nichts gewürfelt wurde). Leider hatte man das Gefühl das die späteren Spieler nicht wirklich die Notizen gelesen haben und der letzte dann massive Fehlentscheidungen traf (nicht unbedingt weil ihm das Wissen fehlte, sondern weil er einfach nicht gerissen genug war). So scheiterte der Geheimagent welcher man wohl war, damit ein Attentat auf Barak Obama (während dessen Rede an der Siegessäule) zu verhindern. Wäre vielleicht interessanter gewesen wenn man man dafür nur Geheimagenten-Freaks gecastet hätte, wer weiß.

Tombola
In der Tombola war nichts interessantes für mich dabei, habe mir deshalb auch keine Lose gekauft. Kann aber die Leute die sich Lose gekauft haben nicht verstehen, da sie scheinbar jeden Preis den es gab runtermachten. Hoffe das wenigsten diejenigen, welche mit von Frank Heller signierten Cthulhu-Quellenbüchern nach Hause gingen glücklich werden/wurden (da es ja inzwischen echte Raritäten sind, die es da gab). Und auch unschön ist das die ganze Show so Lustlos daher kommt.

Quiz
Wie schon im letzten Jahr machte Georgios den Quiz-Meister (wenn er auch letzten Jahr mit seiner Moderation noch Spontan und Lustig wirkte, ist dies leider nicht geblieben, da ja klar war wie er das Ding schaukelt). Also man hatte sich schon in der Pause zwischen dem 2. und dem 3. Block (also bevor der Workshop war den meine Person besuchte) zu Gruppen zusammen gefunden um sich sechs Fragen zu stellen und am Abend könnte man sich dann noch weiteren Sieben stellen. Dieses Jahr waren elektronische Hilfsmittel explizit verboten (da das Gewinner Team im letzten Jahr einige Fragen mit Hilfe des Internets lösten).

"Abenteuer." hieß das Team in dem auch meine Wenigkeit dabei war (genau so wie die Fanzine, welche es gibt, mal sehen vielleicht gibt es auch in der nächsten Ausgabe dort einen Artikel von mir). Und wir waren ein tolles Team, jeder hatte etwas zu Sieg beitragen können. So wird das Team wohl bei Gelegenheit auch auf der Odyssee-Webseite Erwähnung finden (denn das ist alles was man gewinnen konnte).

Nacht
In der Nacht spielte meine Wenigkeit dann das Warhammer 40K Rollenspiel, hatte es bis jetzt ja noch nicht gespielt, wollte aber mal sehen wo die Unterschiede so zum Warhammer Fantasy Rollenspiel liegen (die Unterschiede waren wesentlich geringe als gedacht).

Danach vertrödelte meine Wenigkeit den Rest der Nacht (kam dabei auch endlich mal dazu Ja, Herr und Meister! zu spielen). Machte also diesmal im Gegensatz zum letzten Jahr freiwillig durch.

Sonntag
Morgens beim Frühstück konnte man sehen was eigentlich daraus geworden ist, als letztes Jahr auf der Odyssee ein Wenig gefilmt wurde. Werde es man unkommentiert lassen (aber falls mir auf Youtube oder sonst wo es doch noch unterkommt, wird meine Wenigkeit hier sicherlich noch ein Link reinkleistern).

Genauso wie im letzten Jahr, war die letzte Runde für mich auf dem Con eine Engel-Runde. Die Spielleiterin (deren Name mir entfallen ist; nein es ist nicht Dani, welche ja mir ja bekannt ist) hatte recht spontan aufgrund der hohen nachfrage an Engel beschoßen zu leiten, sie übernahm die Spieler welche das Spiel schon kennen (während Dani parallel mit den eher unerfahrenen Engel-Spielern spielte; wünschte mir es wäre andersherum gewesen). Das Abenteuer war sichtlich nicht für einen Con ausgelegt (das war der Spielleiterin wohl auch schon vorher klar, frage mich warum sie sich dennoch für dieses Abenteuer entschied, sie meinte ja sie hätte Verschiedene andere in der Hinterhand) und irgendwie schien sie für dieses recht freie Erzählspiel mir etwas zu Autoritär (Nein, sicherlich hat sie nicht gerailroaded oder so, aber habe das halt schon wesentlich offener gesehen) und für Kritik nach dem Spiel schien sie überhaupt nicht bereit zu sein (dabei, versuchte meine Wenigkeit das sogar ausnahmsweise nicht allzupampig, wie es gerne meine Art ist).

Fazit
Wie immer ging einiges nicht wie geplant, teils aus organisatorischen Mängeln (Mehrfach gab es Probleme mit dem Essen, nicht in der Qualität, sondern hauptsächlich in der Quantität), teils mit dem Ort selber (Klo mit Panne, knarrender Boden im Schlafsaal und vereinzelte weitere Kleinigkeiten). Es gab wie immer Unverständnis darüber wie willkürlich die Einteilung für die Odyssee ist, was Mainstream angeht, ist. Aber dennoch hat sie mir wieder gefallen, Leute nach Jahren mal wieder gesehen, neues ausprobiert und die Zeit mit dem besten Hobby, das man haben kann, genossen. Auch wenn man das Gefühl von Rentner-Veranstaltung langsam bekommt (bei der Tombola fühlte man sich an Senioren, die Bingo spielen, erinnert und beim Austausch von Spiel-Anekdoten, konnte man auch daran denken wie Großväter von ihren Kriegsgeschichten erzählen).

Werde also wohl auch nächstes Jahr wieder da sein, schließlich würde man mich sicher vermissen (wer mich auf der Odyssee nicht wahrgenommen hat, war einfach nicht da).

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Mittwoch, 16. April 2008
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Mittwoch, 16. April 2008, 01:32
Welt der Rollenspiele #14

Ständig gibt es Diskussionen darüber, ob unser Hobby das Rollenspiel am aussterben sei und was man dagegen tun könnte (zum Beispiel hier und hier). Halte einige der Diskussionen die es so gibt für Übertrieben, die Konkurrenz durch Computerspiele gibt es doch nicht gerade erst seit Gestern. Und die meisten Rollenspieler sehen doch in ihrem Bekanntenkreis nur die Spieler die nicht mehr wollen und nicht die Leute die zum Hobby dazu kommen, da man viel zu häufig nur noch in seiner kleinen Runde spielt, aber keinen Blick mehr für die Szene an sich hat. Und der mangelnde Blick (Foren helfen auch nicht sich einen Überblick zu verschaffen). Die Szene balkanisiert halt immer mehr. Würde sagen das eine der Ursachen dafür sein könnte das es immer weniger Rollenspielläden gibt und diese Wenigen nicht mehr die Funktion als Treffpunkt haben. Früher ist man halt in einen Laden gegangen und hat Leute kennen gelernt und in Regelwerken geschmökert, heutzutage ziehen sich so einige ihre Spiele (mehr oder weniger Legal) im Internet oder man spielt sowieso nur das was man schon seit Jahren spielt und neue Leute nimmt man kaum in seine Runden auf (die Haben ja meist nur ganz andere Vorstellungen von "gutem Rollenspiel"). Genau da müßte man ansetzen wenn man etwas ändern will, beim Rollenspielladen in deiner nähe!

So, und jetzt gibt es noch, der Nostalgie halber, ein Youtube-Video (ursprünglich mal beim RBB ausgestrahlt) über den mittlerweile geschlossenen Laden Serious Games (von mir immer gerne Sirius oder SG genannt):


Deshalb, wie es im anglophonen Sprachraum heißt:
Support Your Local Game Store!

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Sonntag, 23. März 2008
Ostern
Sonntag, 23. März 2008, 12:03
Welt der Rollenspiele #13



Wie es aussieht ist das für gestern angekündigte Osterfeuer von Uniplay dieses Jahr ausgefallen. Irgendwas ist halt immer...

Wünsche meinen Lesern:
Frohe Ostern!

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Montag, 17. März 2008
Serious Games
Montag, 17. März 2008, 21:52
Welt der Rollenspiele #12

Am Sonnabend feierte Roland Lüdtke abschied von Serious Games, dem wohl am besten funktionierenden Rollenspielladen in Berlin. Wie es um die Zukunft des Ladens bestellt ist, das entscheidet sich dieser Tage erst (aber es ist durchaus wahrscheinlich das der Laden wohl schließen wird). Elf Jahre sind ins Land gegangen seit der Eröffnung (bei der meine Wenigkeit auch anwesend war, aber damals bloggte meine Person ja noch nicht). Bin gespannt wie es weiter geht (muß mir sonst ja auch einen neuen Platz suchen um mit den Jungs L5R-CCG zu zocken). Jedenfalls gibt es momentan auf alles 30% Rabatt.

Zum Abschied gab es ein Kostüm-Wettbewerb (ein Sturmtruppler wurde Zweiter) und ein Spielleiter Wettbewerb (BuG wurde aber nur Dritter, hättest vielleicht zuerst dein SLA-Abenteuer leiten sollen). Spielleiter hatten die Vorgabe folgende vier Elemente in ihrem Abenteuer unterzubringen:
Einhorn:









Grundriß:
































Hund:
















Kuchen:









Filmchen vom Abschiedstag (nicht von oder mit mir):

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Freitag, 1. Februar 2008
Cthulhu-Con in Berlin 2008
Freitag, 1. Februar 2008, 21:47
Welt der Rollenspiele #11



Letzten Sonnabend war es so weit, der von Corvin und mir organisierte Cthulhu-Con fand statt. Es war ein gemütlicher kleiner (pen&paper) Con, mit wohl 65 Teilnehmern. Als besonders Highlight gab es Kostjas Ausstellung - Cthuloide Artefakte aus über 200 Millionen Jahren Erdgeschichte (Danke Kostja). Marcus Johanus (welcher ursprünglich die Idee für diesen Con hatte) leitete einen Workshop zum Thema Delta Green, Yörn (der lieber einen Live-Con gemacht hätte, vielleicht ja nächstes Jahr) machte einen Workshop zu den Zwanzigern und Frank Heller spielleitete nicht nur im ersten Block sondern leitete auch zwei Workshops.

Mein Cthulhu-Quiz war den meisten Teilnehmern wohl zu schwer.
Hier die Fragen:
1. Welche außerirdische Rasse verwendet Erdbeben-Bergbaumaschinen?
2. Wo befindet sich gewöhnlicher Weise Azathoth?
3. In der Bibliothek welcher Universität kann man Henry Arimitage treffen?
4. Auf welchem Kontinen leben Bunyips?
5. In welchem Jahr erhob sich kurzzeitig R'lyeh?
6. Auf welcher Insel spielt das Abenteuer Ekke-Nekkepenn?
7. Was bewirkt das Pulver des Ibn-Ghazi?
8. Welche Mythos-Gottheit residiert auf Carcosa?
9. Wo finden die Mythos-Geschichten von Ramsey Cambell meistens statt?
10. Wie heißt die (SC) Rasse welche die Migou in CthulhuTech geschaffen haben?
11. In welchem Abenteuer fahndet man nach Jack the Ripper?
12. Wie heißt der wirkliche Autor des Buches Der König in Gelb?
13. Welches Abenteuer bestreitet man gemeinsam mit J.R.R. Tolkien?
14. Wie nannte sich der Avatar Nyarlathoteps, der die Blackwood Agency unterwandern wollte?
15. Wenn meinte H.P. Lovecraft mit Frank Chimesleep Short?
16. Wie heißt der Deutsche Torwart im Abenteuer Endspiel?

Die Auflösungen gibt’s in den Kommentaren. Was mich erstaunte ist das der Beste und der Zweitbeste sich jeweils ein aktuelles Spielerhandbuch als Gewinn auswählten (frage mich wieviele noch gerne eins gehabt hätten, da wir nur Zwei davon bei den Preisen hatten).

Fühlte mich im zweiten Block etwas Blind, da meine Wenigkeit dort spielleitete, es war aber eine schöne Runde mit Spielern die mir noch auf keinem anderen Con begegnet sind.

Wollte mich außerdem bei Pegasus und Serious Games für die Spenden bedanken; ebenso bei den Jungs von Nexus, die uns geholfen haben das Ding über die Bühne zu bekommen. Ein weitere Dank geht an Gregor, für die Arbeit an der Webseite, und natürlich auch an meine Schwester, welche mir nicht nur Heuschrecke als Zwischenmahlzeit mitbrachte, sondern auch fleißig Photos machte (werde vielleicht das eine oder andere Photo noch in den Kommentaren präsentieren).

Einen weiteren Con Bericht findet man beim Prussian Gamer.

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