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Also schrieb Drudenfusz
Freitag, 28. September 2007
Commissioned
Freitag, 28. September 2007, 13:25
Gemalte Geschichten #7

Weiteres Web-Comic über das leben als Rollenspieler.

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Etablissement: Blue
Freitag, 28. September 2007, 12:17
SLA Industries #11

Habe für meine WoP einige Etablissements erschaffen, da es mich langweilte meine Spieler immer nur die Pit zu präsentieren (obwohl die durchaus eine Menge zu bieten hat), beginne einfach mal mit dem Blue.

In Central nahe der Crib liegt das Blue, welches ein beliebter Treffpunkt für Operatives ist (um anschließend sich eine BPN zu organisieren oder um sich vor einem Einsatz noch einmal in ruhe darüber zu unterhalten). So trifft man eigentlich immer wartende Operatives im Blue, die bei angenehmer Jazz Musik (abends auch mit Live-Band) sich die Getränke schmecken lassen. Alle Getränke kosten hier den Standardpreis von 1c, jedoch werden Drogengetränke nicht angeboten. Im Blue, welches keine Ecken und nur abgerundete Kanten hat, scheint immer eine Ebon Bedienung zur stelle zu sein wenn man sie braucht, wie das gelingt ist ein Geschäftsgeheimnis, doch wird Science Friction oder Ebb Communication häufig vermutet (schließlich kann man mit Ebb Detect feststellen das hier nicht unerheblich viel Ebb am wirken ist).

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Mittwoch, 26. September 2007
Keine Langeweile
Mittwoch, 26. September 2007, 11:41
Mit einer Musik #35

VJ Drudenfusz jagt mit euch heute die Monotonie:
Jürgen Paape
mit
So Weit Wie Noch Nie

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Kampagnen Betrachtungen – Part 3
Mittwoch, 26. September 2007, 11:02
Theorien zum Rollenspiel #17

Part 1
Part 2

Das größere Bild
Obwohl die Spieler sich für den fünften Spielabend einiges vorgenommen haben, beginnt der Spielleiter mit einer Szene bei der keiner der Charaktere anwesend ist, und das währe mit dem eintreffen von Darth Vader beim noch nicht fertiggestellten neuen Todesstern. So wissen die Spieler was sie noch erwarten wird (auch wenn ihre Charaktere dies noch nicht wissen), denn manchmal ist dieses bißchen Zusatzinformation sehr stimmungsförderlich.



Neue Herausforderungen
Im laufe einer Kampagne sollten ab und an neue Gegner erscheinen, welche nicht zwingend mit dem Endgegner der Kampagne in Verbindung stehen müssen. Dies quasi Zwischenendgegner sorgen zum einen für Abwechslung zum anderen aber ermöglichen sie Erfolgsmomente wenn man sie bezwingt. Doch Vorsicht diese Gegner sollten nicht bloß Kanonenfutter sein, keine Monster der Woche werden.

Und wenn man gegen einen Endgegner kämpft sollten nicht alle Charaktere wie in einem MMO-RPG auf diesen einschlagen, da dies irgendwie nicht stilvoll ist. Wie bereits erwähnt sollte jeder seine eigene Aufgabe haben. Während Luke sich also mit den Schlagertrupps von Jabba herumschlägt, erwürgt Leia jenen und Han darf Lando aus der Patsche helfen.

Verfolgungsjagten
Ebenfalls ein zeitloser Klassiker, doch wie setzt man das im Rollenspiel am besten um? Die von mir angewandte Methode ist, mehrere Würfelwürfe von beiden Parteien zu verlangen (wobei ein Fehlwurf nicht bedeutet das man in einen Baum rast, was leider in einigen Regelsystemen nicht sauber getrennt wird). Sobald eine Partei fünfmal (oder häufiger) den Wurf bestanden hat während der Kontrahent dies nicht schaffte ist man entkommen oder hat seinen Gegner eingeholt (natürlich bieten unterschiedliche Rollenspiel-Systeme noch speziellere Möglichkeiten wie Erfolge sammel in der WoD, Raises ansagen bei L5R und 7th Sea, oder übrigbehaltene Talentpunkte bei DSA). Aber damit eine Verfolgungsjagt nicht zu einer Würfelorgie verkommt, ist es wichtig zwischen den Würfen immer auch darauf einzugehen wie sich das nun alles auch wirklich anfühlt. Und wenn jemand auf eine Idee kommt (möglicherweise gerade durch die Szeneriebeschreibung) wie er seine Chancen im Rennen verbessern kann, dann sollte sich diese auch die Würfelwürfe beeinflussen. Natürlich sollte man für irgendwelche Stunts auch entsprechende Würfe verlangen, die aber nur Auskunft darüber geben ob man einen Unfall baut oder nicht (also nicht um Distanz gut zu machen).

Die Ruhe vor dem Sturm
Bevor man ins Letzte Gefecht zieht bietet es sich immer an eine Ruhephase zu spielen, die nicht unbedingt dazu genutzt werden muß Pläne zu schmieden, da Taktiken meist mit dem Feindkontakt flöten gehen. Es soll sogar Spielrunden geben die ihren Spieleiter wegschicken um zu planen, was mir wenig sinnvoll erscheint, denn schließlich will man doch gemeinsam eine gute Geschichte erschaffen und nicht gegeneinander spielen, oder? Wie auch immer, die Ruhe sollte hauptsächlich dazu dienen sich klarzumachen was auf dem Spiel steht und was nun bevorsteht. Deshalb sollte man die Zeit stimmungsvoll nutzen und sich noch einmal In-Character unterhalten da man nicht wissen kann ob es alle überleben werden (dies sollte so ähnlich sein wie bei einem Kapitän, welcher vor der Schlacht noch mal durch Schiff geht).

Rache der Jedi
(Mir ist bewußt das der Film nicht so heißt, dennoch wurde der Film, einst vor seinem Kinostart, mal so genannt)

Die Kampagne geht ihrem Ende entgegen und so wollen wir nun doch noch mal sehen ob wir ein Thema ausmachen können und was die moralische Entscheidung ist die uns zum Sieg verhilft. Ach was soll’s, ohne viel drum herum – Das Thema ist Vertrauen und die richtige Entscheidung ist wohl das man jenes beweist. So ist C-3PO über Lukes Entscheidung ihn an Jabba zu schenken entsetzt und zeigt damit, zu Beginn des Filmes, mangelndes Vertrauen in seinen Meister, was aber nicht wirklich schlimm ist den zum einen ist, denn zu einen ist C-3PO nur ein Sidekick und zum anderen ist schon immer als Verzweifler angelegt gewesen. Kommen wir zu der ersten Situation in der ein Spielercharakter vertrauen beweisen muß.

Lando ist von dem Gefangenen-Beiboot fast in die Grube von Carkoon, dem Schlund des Sarlacc, gefallen, und droht von einem Tentakel da reingezogen zu werden. Nachdem sich Han, der versucht Lando zu retten, sich von Chuwie eine Waffe hat geben lassen beginnt folgender Dialog:
"Jetzt halt still, Lando!"(Han)
"Nein, warte! Ich denke, du bist Blind!"(Lando)
"Keine Angst. Vertrau mir. Nur beweg dich nicht."(Han)
"Ziel etwas höher! Nur etwas höher!"(Lando)
Wie wir sehen ist Lando noch nicht ganz Sattelfest in Sachen Vertrauen beweisen, aber das wird noch. Nachdem Lando nun Wohl oder Übel gezwungen war Vertrauen zu haben, beweist Han es ihm nun auch gegenüber und vertraut ihm sein Raumschiff, den Millennium Falcon, an, obwohl er fürchtet den Schlitten nie wiederzusehen.

Das Große Finale
Alle Charaktere kennen Ihre Aufgaben und wissen was sie tun müssen. So trifft Luke auf den Kaiser (welcher in den deutschen Übersetzungen von Episode V und VI Imperator genannt wird). Dabei kommt es dort zu folgendem Dialog:
"Doch ich sage dir, vor deinen rebellischen Freunden sind wir absolut sicher."(Palpatine)
"Eure Überheblichkeit ist eure Schwäche."(Luke)
"Dein vertrauen in deine Freunde ist die deine."(Palpatine)
Wie von mir an anderer stelle schon erwähnt, ist es immer förderlich (Nicht Spieler) Charaktere über das Thema sprechen zu lassen, und wenn man das Thema immer im Hinterkopf behält kann man es manchmal auch recht Spontan in ein Gespräch einbauen.

Die Zerstörung des Schutzschildgenerators läuft nicht wie geplant und so ist es der Rebellenflotte auch nicht möglich den Todesstern zu vernichten. Als plötzlich der Todesstern völlig unerwartet seine Einsatzfähigkeit demonstriert, sieht die Lage echt verzweifelt aus.
"Wir haben es gesehen! Alles zum Rückzug formieren!"(Ackbar)
"Wir kriegen nicht noch einmal die Chance für so einen Angriff!"(Lando)
"Wir haben keine andere Wahl, General Calrissian! Unsere Kreuzer sind gegen eine Feuerkraft dieser Größenordnung machtlos."(Ackbar)
"Han wird es mit dem Generator schon schaffen, Admiral! Wir müssen ihm mehr Zeit geben!"(Lando)
Nun beweist Lando Vertrauen in Han, womit der Grundstein des Sieges gelegt ist.



Und was ist mit dem Oberbösewicht? Nun Luke kämpft nicht gegen ihn (obwohl er es versucht hat), denn nachdem dessen wichtigster Handlanger (Vader) bezwungen ist, sieht Luke keinen Grund den alten Mann niederzumachen (was so auch wenig Heldenhaft wäre). Doch noch hat Luke nicht gewonnen und Palpatine zeigt nun was in ihm steckt. Aber am Ende gewinnt Luke doch, weil er immer vertrauen in seinen Vater gesetzt hatte.

Prequel oder Sequel
Die Kampagne ist nun Zuende, die Charaktere haben ihr Schicksal erfühlt. Doch statt jetzt einfach weiterzumachen ist erst mal Schluß, denn alles was man nun machen würde kann die Kampagne nur verwässern. Deshalb sollte man sehr sorgfältig sein wenn man eine neue Kampagne plant, die davor oder danach Spielt. Falls die Spieler ihre Charaktere erneut spielen wollen muß man zusehen das neue interessante Ausgangspositionen geschaffen werden.

Wo wir schon mal bei ganzen Kampagnen sind, hier noch meine Gedanken zur Länge von jenen: Halte es für am besten mit nicht mehr als einem Dutzend Abende zu rechnen (was wohl kürzer ist als die meisten planen). Warum nur so kurz? Hauptsächlich wohl aus gesundem Realismus, denn mal Ehrlich, die meisten Spielrunden halten nicht viel länger. Wenn man nur alle zwei Wochen spielt, dann braucht man für zwölf Session mindestens ein halbes Jahr (was natürlich mehr wird wenn der eine oder andere Termin ausfällt). Und in einem halben Jahr kann viel passieren (Streitigkeiten, Jobwechsel, Umzüge, neue Liebschaften, Verschiebung von Interessen und sicher noch vieles mehr), deshalb ist alles was länger angelegt ist wahrscheinlich dazu verdammt nicht optimal zu funktionieren oder niemals zu einem sinnvollem Abschluß zu kommen.

Da ist noch ein Skywalker... ähm... meinte Charakter. Will sagen es gibt noch einen weiteren Grund weshalb es Vorteilhaft ist Kampagnen kurz zu halten. So einige Spieler haben wesentlich mehr Charaktere als Runden in denen sie spielen, oder einen Charakter den sie gerne in dieser Kampagne schon gespielt hätten doch der nicht richtig ins Konzept paßte. Solchen Spielern kommen kurze Kampagnen entgegen, da sie Charakter-Auswechslungen ab und an ermöglichen. Denn in einer laufenden Kampagne ist dies häufig Problematisch.

Abspan
So hoffe das ihr nicht nur Lust bekommen habt euch bei Gelegenheit mal wieder Star Wars reinzufahren, sondern das meine Wenigkeit auch neue Impulse geben konnte was man alles bei Kampagnen-Planungen berücksichtigen könnte (Damit ihr noch bessere Spielleiter werdet als ihr es sicherlich ohnehin schon seit). Kann euch ansonsten schon verraten das es angestrebt ist, das mein Zwanzigster Artikel in diesem Bereich (Theorien zum Rollenspiel) sich noch einmal ausführlich mit Thematischem Rollenspiel (zu mindestens das was meine Person darunter versteht) auseinander setzen soll (wurde schließlich auch inzwischen mehrfach gefordert).

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Hallam Foe
Mittwoch, 26. September 2007, 10:33
Auf der Leinwand #9

Ist zwar inzwischen auch schon einige Tage her das meine Wenigkeit Hallam Foe gesehen hat, aber heute ist mir danach doch noch den Verriß zu schreiben. Ja, sicher wurde der Film von den Kritikern auf der Berlinale gelobt (aber die Kritiker, die da herumlungern, haben einen scheiß Geschmack). Der Film schien nicht recht zu wissen was er mir erzählen will (soll wahrscheinlich künstlerisch Anspruchsvoll sein) und hatte zu hoch gelobte Musikuntermalung (nur weil Franz Ferdinand ein Lied beigesteuert haben). Einzig gegen die Schauspieler kann man nichts schlechtes sagen.

Fazit
Der Film braucht zu lange um ins rollen zu kommen (ein Kumpel von mir ist beinahe eingeschlafen gewesen), und versucht das mit Sexszenen zu retten.

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Sonntag, 23. September 2007
Freiheit statt Angst
Sonntag, 23. September 2007, 16:23
Berlin im Blick #4

Während Hertha gegen den BVB spielte (und dabei 3:2 gewann), der Fotomarathon stattfand und sicherlich noch viele Dinge mehr in Berlin passierten, gingen Tausende Menschen gegen die Überwachungsgesetze auf die Straße.

Stoppt den Überwachungswahn!

"Wer grundlegende Freiheiten aufgibt, um vorübergehend ein wenig Sicherheit zu gewinnen, verdient weder Freiheit noch Sicherheit"
- Benjamin Franklin

Gestern fand vielleicht die größte Demo seit der Volkszählung vor zwanzig Jahren statt (es sollen etwas 15.000 gewesen sein), und meine Wenigkeit war mit dabei (will gar nicht wissen auf wie vielen Photos man den Drudenfusz jetzt sehen kann).

Freiheit statt Angst

"Es ist ein offentsichtlich unverhältnismäßiger Eingriff in unsere Grundrechte, das Kommunikations- und Bewegungsverhalten der gesamten Bevölkerung zu protokollieren, um die Aufklärungsquote um mikroskopische 0,006% steigern zu können"
- Patrick Breyer (Jurist)

Schäuble schürt die Angst (neuerdings auch mit Geschichtchen von Nuklearwaffen, welche Terroristen gegen Deutschland einsetzen könnten), statt sich wirklich um Sicherheit zu kümmern. Der Staat sollte eigentlich dazu da sein damit man sich Sicher fühlen kann, doch genau dies wird nicht gewährleistet, denn unsere Regierung malt ständig neue Horror-Szenarien an die Wand um somit ihre absurden Gesetze zu legitimieren. Überwachungsgesetze, welche nur der Wirtschaft dienlich sind, aber dem Bürger mehr schaden als helfen.

Grundrechte in Gefahr

"Frau Zypries will vorsorglich Informationen über unsere Telefonate, Bewegungen und Internetnutzung sammeln lassen für den Fall, dass wir zu Verbrechern werden."
- Ralf Bendrath (Politikwissenschaftler)

Die totale Überwachung bricht über uns herein, und das schneller als sich es selbst George Orwell hätte vorstellen können. So soll mit der Vorratsdatenspeicherung alle elektronischen Kommunikationen aller Bürger erfaßt werden, egal ob Anwalt, Arzt, Journalist oder Seelsorger. Das rechtstaatliche Prinzip der Unschuldsvermutung wird quasi aufgehoben, da Jeder erst mal als Verdächtiger gilt.

Weigere mich diesen eingriff in meine Privatsphäre einfach so hinzunehmen, denn früher oder später werden solche Daten auch in die Wirtschaft gelangen (und in Anbetracht wie viele Leute zugriff zu diesen Daten haben sollen, ist früher wahrscheinlich). Und wenn wir alle erst einmal Überwacht werden, bedeutet es das man seinen freie Selbstbestimmung verliert, da man sich ständig fragen muß ob man sich nicht zu weit aus dem Fenster wagt. Somit gerät unsere Demokratie durch den Sicherheitswahn mehr in Gefahr als es Terroristen je möglich währe diese zu gefährden.

Der Fehler liegt im System

"Je mehr Bürgerinnen und Bürger mit Zivilcourage ein Land hat, desto weniger Helden wird es morgen brauchen."
- Franka Magnani

Bin also Gestern zur Demo gegangen, denn mir ist es lieber ein Bürger in einer Demokratie zu sein als ein Held im Widerstand gegen einen Überwachungsstaat (besonders da Helden die Angewohnheit zu haben scheinen nicht Alt zu werden). Da in meinem persönlichen Umfeld sich nur Wenige dafür begeistern konnten für ihre Rechte einzutreten, und scheinbar keiner von ihnen dies Gestern tun wollte oder konnte, blieb mir nichts anderes übrig als allein hinzugehen.

Um auf den Pariser Platz zu gelangen (wo die Auftakt Kundgebung stattfand) mußte man sich von der Polizei filzen lassen, weshalb sich wohl der (extreme) Linke Block davor sammelte. Im späteren verlauf der Demo soll (hab es schließlich nicht selbst mitbekommen) es zu Acht festnahmen gekommen sein (die Polizei wird, sicherlich nicht ganz unschuldig sein, schließlich klappt das mit der deeskalation nie), womit die Linken der Sache wohl eher hinderlich als dienlich gewesen sind.

Statt nur mitzulaufen und mir die Reden anzuhören, ließ sich meine Wenigkeit bald Flyer geben, welche dann von mir entlang der Demoroute an Leute verteilte (es ist schon Faszinierend wie Leute auf Flyer reagieren, hatte das Gefühl das Viele immer erst Werbung vermuten, wer will ihnen das verdenken, doch sobald klar wird das es mit der Demo, welche da gerade an einem vorbeizieht, zu tun hat ist man dann doch neugierig). Das massive Polizeiaufgebot, wurde von mir im Gespräch mit Passanten damit erklärt das sich auch einige Linksradikale der Demo angeschlossen haben, aber es hier nicht um deren anachronistische Weltvorstellung (welche genauso überkommen ist wie die der rechten Szene) geht.

Hoffe das sich die Politik bald ändert, oder das falls dies nicht geschieht, dann in Zukunft noch mehr Menschen auf die Straße gehen (denn sich einzureden das man sowieso nichts ändern kann, führt erst recht zu keiner Änderung).

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Freitag, 21. September 2007
Odyssee 2007
Freitag, 21. September 2007, 21:29
Welt der Rollenspiele #10

Am vergangenen Wochenende fand die diesjährige Odyssee statt (die elfte inzwischen), und meine Wenigkeit war vor Ort. Diesmal an einem neuen Standort, nämlich in der Villa Folke Bernadotte (mit knarrendem Boden und Türen). Eintritt mußte von mir nicht entrichtet werden, war ja schließlich als Spielleiter gemeldet.

Freitag 1. Block (20-?? Uhr)
Hatte mich einige Wochen zuvor für den Freitag eingetragen, da zu diesem Zeitpunkt der Freitag nur recht spärlich belegt war und meine Wenigkeit so die Pflicht auf dem Con alsbald erledigt hätte (auch vorteilhaft ist natürlich das die Freitags Runde Open End ist und man deshalb nicht hetzen hätte müssen). Doch da immer alles anders kommt... War rechtzeitig da, meine Runde wurde ausgehangen, doch nur einer trug sich ein (welcher sich dann, als klar wurde das meine Runde nicht steigen würde, auch schnell wieder weg war), denn der Freitag war der Blog welche die meisten Runden-Anmeldungen erhalten hatte. Dachte mir also, es sei nicht schlimm, setze mich in eine andere Runde und leite zu einem anderem Zeitpunkt auf dem Con (und Zweitens als man denkt...).

Kam so dazu Nornis auszuprobieren, ein Fantasy Spiel mit recht vielen Elfen Völkern (habe dennoch einen Menschen gespielt). Charaktererschaffung war einfach genug das man sie auch kurz durchführen konnte (was meine Wenigkeit auch nutzte) und die Würfelprozedur ist auch recht einfach (man würfelt im Normalfall mit einem W12 und versucht unter oder gleich seinem Attribut + Fertigkeit zu bleiben). Merkmale, Vorteile oder Nachteile der Charaktere sind mehr Flavor als Crunch, was aber überhaupt nicht störend ist. Das Regelwerk ist komplett Farbig. Also insgesamt ein durchaus gelungenes Spiel.

Nach dem Spiel wollte meine Wenigkeit nach hause fahren aber mir kam etwas dazwischen (sagen wir mal ein Schlüsselerlebnis), kam also nicht zum Schlaffen.

Sonnabend 1. Block (11-16 Uhr)
Kam nicht zum spielen da mich andere Probleme auf Trab hielten, hätte aber gerne in der Pirates of the Spanish Main Runde mitgespielt. Nach dem ersten Block gab es ein Gewandungswettbewerb (mit sechs Teilnehmern) und die erste Hälfte eines Quiz, bei dem man in Gruppen antreten konnte (meine Person nahm am Quiz in Gesellschaft von zwei Damen teil)

Sonnabend 2. Block (17-22 Uhr)
Nachdem es zur Burg nicht geklappt hatte, war Jasper Nicolaisen diesmal da um Unknown Armies zu spielleiten, und der Drudenfusz war mit dabei. Als Abenteuer gab es Die drei Leben des Bill Toge, welches im Grundregelwerk zu finden ist (was meine Wenigkeit immer noch nicht gelesen hat – sollte das mal ändern, schließlich liegt es ja schon eine ganze Weile bei mir herum).

Unterhielt mich noch ein wenig mit Jasper wie er die angebliche Konkurrenz zu Pegasus (Cthulhu) sieht – er teilte da meine Meinung das Pegasus da etwas überempfindlich ist. Des weiteren meinte er das weiter Quellenbücher für UA in Vorbereitung sind, welche dann in Hardcover erscheinen sollen (was von mir bevorzugt wird).

Danach gab es die Versteigerung (nur langweiliger Kram) die Tombola (nichts wofür man hätte Lose kaufen müssen) und die zweite Hälfte des Quiz (unsere Gruppe bekam noch etwas Zuwachs, und schlußendlich wurden wir Dritter).

Sonnabend 3. Block (24-?? Uhr)
Wenn meine Wenigkeit in der Nacht zuvor schlaff gehabt hätte, dann... Dem war aber nicht so, und da meine Wenigkeit nicht wußte was nun, fiel die Wahl auf ein weiteres mal Nornis (Wobei zwei der Mitspieler vom Freitag auch wieder mit dabei waren, so das wir unsere Charaktere gemeinsam in ein neues Abenteuer stürzen konnten). Da wir schon aufeinander eingespielt waren, konnten wir recht schnell Butter bei die Fische tun, so das meine Wenigkeit sich noch ein Alternatives Ende ansehen gehen konnte (denn das Abenteuer wurde Parallel von einem anderen Spielleiter mit einer anderen Gruppe in einem anderen Raum auch gespielt).

Konnte mich noch etwas mit unterschiedlichen Leuten Unterhalten, aber um Vier herum waren alle im Bett, nur der Drudenfusz nicht (in der Nacht zuvor mußte meine Wenigkeit zumindest nicht allein durchmachen – Danke dafür).

Sonntag 1. Block (11-16 Uhr)
Trotzdem meine Wenigkeit zwei Nächte nicht geschlafen hatte, schien es mir besser zu gehen als so Einige, welche den Luxus genossen. Die Auswahl war bescheiden, und dennoch kamen nicht mal alle Runden zustande. Spielte Engel, ein nettes Spiel von einem echten scheiß Verlag. Eine der weiteren Kuriositäten des Cons war das in allen Vier Runden die meine Wenigkeit gespielt hatte immer Malte mit an Bord war (frage mich wie er meine Verfall, durch Müdigkeit, über den Con wahrgenommen hat).

Der Con ging zu Ende, und meine Wenigkeit hatte einige neue Leute kennengelernt; hatte das Gefühl, das obwohl mir einige Stammbesucher der Odyssee fehlten, doch erstaunlich viele neue Gesichter da waren (ja, mir ist klar das der Satz so nicht Logisch ist).

Abschließend für alle die es noch interessiert, meine Wenigkeit war 66 Stunden wach als sie sich am Abend (bei einigen guten Freunden) zu Bett begab (mein neuer Rekord, der Alte lag bei 60 Stunden, welcher ebenfalls bei einer Odyssee aufgestellt wurde – 2003). Bin am nächsten Morgen mit einem Kater (nein, die Rede ist nicht von einer männlichen Katze) aufgewacht, da Cola auch dehydriert.

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Krieg des Stahls und der Seide
Freitag, 21. September 2007, 21:08
Legend of the Five Rings #18

Viele Entwicklungen in Rokugan werden durch Turniere des L5R-Kartenspiels geprägt; eines (die European Championship 2005) führte dann zum War of Silk and Steel, welchen meine Wenigkeit im folgendem abhandeln will. Das Turnier diente einst dazu darüber zu entscheiden welche beiden Fraktionen im Training Grounds II erscheinen sollten. Nun, das Turnier gewann Faber mit einem Dragon-Deck und auf die Frage welchem Clan er den Krieg erklären wolle antwortete er mit Crane, da fast jeder seiner Gegner im Turnier ein Crane-Deck gespielt hatte.

Ein Kriegsgrund gesucht
Natürlich hätte man es sich Einfach machen können und als Grund Erleuchtung anführen können, schließlich sind Vier von Sechs Wahrer der Erleuchtung Crane gewesen. Aber ein Erleuchtungskrieg wollte niemand. Deshalb wandte man sich den dunklen Machenschaften der Crane zu, als da währen der Amboß der Verzweiflung (welcher durch ein Karten-Turnier in Crane Besitz kam), die Plänkler (Harrier, welche mit nicht ganz ehrenhaften Mitteln den Clan schützen) und die Gefangene Rekai (welche mal Daimyo der Daidoji war, aber nun das Schattenland-Makel besitzt).

Entflammbar
Um einen Krieg zu entfachen braucht man neben dem Kriegsgrund noch einen Auslöser, dieser wurde dann in der Geschichte, welche es zum Training Grounds II gab, dargelegt. Mirumoto Rosanjin, damaliger Daimyo (starb bei der Schlacht um Shinseis Gruft), hatte eine Gruppe Samurai in die Kranich Ländereien entsandt da man die Präsents von etwas Üblen (wahrscheinlich des Ambosses) untersuchen wollte, dabei fand man aber (nur) ein geheimes Waffenlager in welchem auch Gaijin Pfeffer (also Schwarzpulver, welches nach kaiserlichem Dekret verboten ist) befand. Eine Einheit Plänkler versuchte die Samurai vom Drachen Clan zu töten, im folgenden Kampf wurde das Schwarzpulver entzündet, so das fast alle Anwesenden in der Explosion starben (wenn sie nicht schon gestorben waren). Nur jeweils einer auf beiden Seiten überlebte, Mirumoto Kawanari jedoch nur lange genug um zurückzukehren und Bericht zu erstatten.

Die Situation für die Drachen
Der Drachen Clan hatte verschiedene Problem, wie zum Beispiel das die Nahrungsmittel recht knapp waren und das der Löwen Clan eine Invasion gegen die Drachen vorbereitete (da die Löwen einen Sieg für die Moral der Truppen brauchten, den man nach zermürbenden Kämpfen gegen Einhörner bitter nötig hatte), schließlich hatten sich die Drachen in die Kämpfe um Kaeru Toshi eingemischt. So beschlossen die Drachen das man die Kraniche unter Druck setzt, damit diese ihren Verbündeten den Löwen nicht Helfen, oder ihren Verstoß gegen kaiserliche Gesetze zu offenbaren (was wohl zur Folge hätte das die Löwen und die Kraniche die tausend Jahre gereifte Tradition wieder aufgegriffen hätten sich gegenseitig zu bekriegen).

Schlacht um Kosaten Toshi
Um den Silk and Steel Gambit (Wie meine Wenigkeit es nennt) umzusetzen wurden Mirumoto Mareshi, als Abgesandter der Drachen, und Mirumoto Narumi, als Imperiale Magistratin, nach Kosaten Shiro entsandt um die Kranich Festung zu durchsuchen. Dies wurde ihnen verwehrt, schließlich befand sich die gefangene Daigotsu Rekai in der Feste, und man versuchte sie gefangenzunehmen. Die beiden Drachen flohen, um sich einer Armee, welche genau für diese Situation schon bereitstand gegen die Kraniche ins Feld zu führen. Im laufe der Schlacht um Kreuzwegen explodierte dann ein Teil der Festung, was dazu führte das die Kraniche die Stadt wohl aufgaben (und sie nun den Löwen gehört).

Gegen die Drachen
Der Plan der Drachen ging nicht auf, und so kam es das Löwen und Kraniche gemeinsam ins Feld zogen. Noch im selben Herbst fielen die gesamten Flachland-Provinzen der Drachen in Feindliche Hände. Dann kam der Winter und der Vormarch kam zum erliegen, schließlich hatten die Löwen vor Jahrhunderten gelernt (bei der Schlacht des Roten Schnees) das man nicht in die Drachen-Berge mitten im Winter einfällt. Und mit dem Einmarch des Khans in die Löwen Ländereien, zogen diese immer mehr Truppen ab um den Khan zu stoppen. Gegen Ende des Winters die Akodo-Truppen, welche zur Verteidigung der Hauptstadt abgestellt wurden.

Kleine Wahrheiten
Beide Clans, also die Drachen als auch die Kraniche, stellten im Verlauf des Konfliktes fest das sie Interne Probleme haben. Bei den Drachen fielen die Mönche des Hitomi Ordens in ungezügelte Kampfwut (wodurch sie sich meist Blind auf Gegner stürzten), während die Mönche des Hoshi Ordens apathisch wurde. Auf der anderen Seite lernte Doji Domotai die Wahrheit über die Plänkler kennen, und befahl deren Auflösung.

Friedensverhandlung
Mitten im Kampf um die Hauptstadt erscheint Togashi Satsu beim Anwesen der Kranich um die Sache zu klären, was Domotai zuerst für eine Herausforderung zum Duell hält, aber schließlich setzen sich beide gemeinsam hin und bereden die Situation bei einem Tee (wie gesagt – mitten in der Schlacht). Man beschließt die Kämpfe zwischen beiden Clans einzustellen, und Satsu äußert Domotai noch gegenüber das es nicht die Machenschaften der Plänkler sind hinter dem seine Leute her waren.

Weitere Entwicklungen
Satsu löst die Orden der Hitomi und der Hoshi auf um die Mönche beider Orden im Orden der Togashi aufzunehmen. Daidoji Uji kümmert sich um das Mountain Shadow Dojo, während sich Daidoji Kikaze um seinen Hatamoto kümmert.

Valiant Daidoji Dojo
Nachdem die Harrier jetzt in Rokugan offiziell abgeschafft wurden, mir sie aber gut genug gefallen das meine Wenigkeit sie nicht Ersatzlos streichen will, gibt es in meinem Rokugan noch ein Dojo in dem man diese Techniken lernen kann. An einem Ort an welchem schon seit geraumer Zeit Ronin leben, die sich dem Crane Clan verbunden fühlen.
Location: Daidoji Yukan-se – A19
Schools: Daidoji Harrier School
Benefit: During the first round of combat, you gain a Free Raise against any foe who is unaware of your attack (TN 5 + armor).

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Keine Zeit
Freitag, 21. September 2007, 18:33
Mit einer Musik #34

Habe eigentlich nichts Besonderes zu tun, und dennoch kommt meine Wenigkeit zu nichts. Deshalb gibt es mal wieder was von Icke & Er
mit
Keen Hawaii

Genieße ansonsten meine Zeit, und hoffe Ihr verzeiht mir, daß es momentan nicht so regelmäßig mit meine Blog-Artikeln klappt.

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Sonntag, 9. September 2007
Kampagnen Betrachtungen – Part 2
Sonntag, 9. September 2007, 23:44
Theorien zum Rollenspiel #16

Part 1

Eine Neue Hoffnung
Neu Session neues Glück. Auch wenn der Großteil der Gruppe mitten im Meteoritenregen befinden, beginnen wir mit einer Szene, die Vorher stattfand, nämlich im Kontrollraum des Todessterns (wobei den Spielern erst mal nur soviel verraten wird als das dies eine Kampfstation ist, aber noch nicht deren Erscheinung) mit Tarkin, Vader und Leia. Und jetzt können die Spieler miterleben (auch wenn nur ein Charakter vor Ort ist) wie perfide das Imperium ist. Nebenbei kann Leia hier auch erfahren das der Imperiale Senat aufgelöst worden ist. Diese Szene hat auch so ihre Vorteile zum einen wird der Gruppe sofort wieder bewußt gemacht worum es im Abenteuer und in der Kampagne überhaupt geht. Des weiteren geht es nicht einfach nur weiter sondern es wird ein neuer Maßstab angelegt (was besonders in epischen Kampagnen immer wieder geschehen sollte).

Es gilt eine Prinzessin zu Retten
Vom Regen in die Traufe kommen die Charaktere, denn kaum sind sie aus den Überresten Alderaans raus, folgen sie einem Kurzstreckenjäger, der Kurs auf einen kleinen Mond nimmt, welcher sich dann als die Kampfstation erweist. Flucht ist nicht möglich also hinein ins verderben.

So, wenn man schon mal da ist, dann kann man ja eigentlich auch die Prinzessin retten. Während Obi-Wan sich also auf den Weg macht, damit man später von hier wegkommt, kümmern sich die jungen Helden darum, das zu tun was Helden halt so tun. Und wo sich nun die Gruppe spaltet, kann man auch mal kurz genau darüber reden. Im Horror Genre wäre dies ein tödlicher Fehler, aber ansonsten ist es immer möglich sich zu trennen, doch muß man dann darauf achten das sich niemand langweilt. Nein, man sollte nicht die Spieler, die gerade nichts zu tun haben, raus schicken, da sie das auch aus dem Charakter reißen würde, eher sollte man die einzelnen Szenen Kurz (um häufig hin und her springen zu können) und Spannend (damit nicht nur die direkt betroffenen, sondern alle sich dafür interessieren was dort geschieht) halten.

Der Kreis schließt sich
Die Prinzessin ist nun ein teil der Gruppe, der Fangstrahl ist deaktiviert, nun steht die Flucht an. Doch dabei trifft Obi-Wan seinen ehemaligen Schüler, welcher sich nun Darth Vader nennt. Da Vader wie es sich für einen wichtigen Gegner gehört (bei mir) keine Werte hat, ist er mit purer Waffengewalt auch nicht zu überwinden, somit würde hier der eine oder andere Spieler hier vielleicht beginnen herumzuheulen, aber die richtige Entscheidung wäre es In-Game zu bleiben und zwischen Flucht und Selbstaufopferung zu wählen. Was gewissermaßen eine Wahl zwischen zwei Übeln ist, aber es die Wahl, der sich ein Held stellen muß (ob er nun Achilles, Boromir oder Neo heißt). Doch der Tod eines Charakters darf nie sinnlos sein (außer wenn er an massiver Dummheit stirbt), und er sollte auch nicht passieren bevor nicht mindestens drei Fünftel des Abenteuer um sind (frühstens am ende des zweiten von drei Akten, oder am ende des dritten von fünf Akten). Lange Rede kurzer Sinn – Obi-Wan opfert sich (unter anderem auch damit die anderen Charaktere fliehen können).

Showdown
Am Ende der meisten Abenteuer wartet natürlich der Höhepunkt (Antiklimax funktioniert im Rollenspiel normalerweise nicht besonders gut, und ein Abenteuer ohne Höhepunkt kann dazu führen das die Spieler das Abenteuer als langweilig in Erinnerung behalten). Han muß sich zwischen Sicherheit und Gerechtigkeit entscheiden ebenso wie auch zwischen Geld und Liebe wählen. Und Luke muß lernen der Macht blind zu vertrauen (diese also seinen Instrumenten vorziehen). So kann man also ein wenig den Raumkampf auswürfeln, bis man Luke in den Graben schickt, hier sollte man nun zu Charakterspiel überwechseln, da dort Würfelergebnisse zu blöden Ereignissen führen könnten (wenn man nicht will das die Spieler einen Würfelwurf versauen, dann sollte man diesen gar nicht erst machen lassen). Man lasse die Situation ruhig Brenzlig werden (bringe vielleicht den einen oder anderen liebgewonnenen verbündeten NSC um), und wenn der Spieler des Han Solo sich entschieden hat doch zu helfen, so nehme man dies zur Kenntnis und mache erst mal weiter, solange bis der Spieler von Han glaubt das er zu spät kommen wird um ihn dann kampfentscheidend einzubringen. Im Finale sollte jeder Charaktere seine eigene Aufgabe haben (was in meinem Star Wars Beispiel nicht ganz Perfekt gelöst ist, da Leia keine hat), damit jeder das Gefühl hat ohne ihn wäre es Böse ausgegangen (im Notfall improvisiere man eine Kriegswendung damit plötzlich auch ein Charakter, welchem sonst ein Schattendasein droht, auch etwas zu tun bekommt).

Folge Abenteuer
In einer fortlaufenden Kampagne muß man immer den Spagat zwischen Kontinuität (damit den Spielern das Gefühl von Vertrautheit gegeben wird) und Innovation (damit keine Langeweile entsteht) machen. Es sollten in jedem Abenteuer etwas neues hinzukommen (neue Orte, Gegenstände und Personen) und bereits bekanntes darf sich den Ereignissen entsprechend weiter entwickeln (alte Freunde könnte man mit neuen Narben wieder begegnen). Am wichtigsten ist das die Spieler das Gefühl haben das ihr handeln die Welt verändert, was nicht unbedingt auf großem Maßstab geschehen muß, nicht mal positiv muß dies sein (so könnten die Spieler feststellen das sie, für eine ihrer Taten, nun Steckbrieflich gesucht werden). Deshalb ist die wohl beste Vorbereitung auf neue Abenteuer eine gute Nachbereitung des bereits geschehenem, zu diesem Zweck sollte man auch ab und an seine Spieler fragen in welche Richtung sie ihren Charakter weiter entwickeln wollen, damit man darauf Rücksicht nehmen kann (auch durch modifizieren von Flaggen).

Das Imperium Schlägt Zurück
Beginnt mitten in der Eiswüste von Hoth, und damit keine Langeweile aufkommt macht Luke auch gleich Bekanntschaft mit dem Wampa. Han geht Luke suchen und findet ihn, und rettet ihm so, zum zweiten mal, die Haut. Kurz darauf kümmert sich Han um einen imperialen Suchdruiden. Doch da die Robotsonde einen Funkspruch abgesendet hat, kann man davon ausgehen das, daß Imperium bald anrücken wird. Womit wir nicht nur in Medias res begonnen hätten, sondern die Charaktere auch ein stärkeres Zusammengehörigkeitsgefühl entwickelt hätten, ebenso wie auch schon der nächste größere Konflikt vorauszuahnen ist.

Romanzen zwischen Charakteren
Was in Büchern und Filmen der Regelfall ist, das ist in Rollenspiel-Runden die Ausnahme, nämlich das sich ein Protagonist und eine Protagonistin sich ineinander verlieben. Wo liegen beim Rollenspiel die Probleme? Das Offensichtlichste ist es wohl, wenn kein weiblicher Charakter dabei ist, aber davon soll hier nicht die Rede sein (In Kriegsfilmen erwartet man ja auch keine Liebesgeschichten). Was am häufigsten geschieht, wenn es um das andere Geschlecht (oder manchmal um das selbe) geht, ist das die Spieler einfach beschließen sich in einen NSC zu verlieben. Das was am zweit häufigsten zu beobachten ist das die Kerle in der Runde nur mit dem weiblichen Charakter flirten weil sie eigentlich mit der Spielerin flirten wollen, während männliche Spieler mit eventuell besser aussehenden weiblichen Charakteren in der selben Runde total ignoriert werden. Und dann gibt es natürlich auch denn Fall das ein männlicher Spieler die Dame, welche von einer Spielerin gespielt wird, nicht angraben, da man fürchtet, daß die Spielern glaubt, man wolle etwas von ihr und nicht nur von ihrem Charakter. Und die Lösung für all diese Probleme? Man redet Off-Game einfach mal darüber, denn Liebesbeziehungen zwischen Charakteren sind etwas durch das die Runde bereichert werden kann.

Neuzugänge
Nachdem in meinem Beispiel der dritte Abend wohl damit geendet hätte das man die Wolkenstadt anfliegt, und gespannt ist was einem da erwartet. Würde der vierte Spielabend damit beginnen das man einen neuen Spieler und seinen Charakter, Lando Calrissian, in der Runde antrifft. Um einen neuen Spieler Charakter (egal ob seine Werte schlechter oder genauso gut sind wie von den anderen Charakteren) sinnvoll in die Gruppe zu integrieren bietet es sich immer an, daß die bereits bestehende Gruppe auf denn Neuen angewiesen ist, denn im umgekehrten Fall besteht ein recht großes Risiko das der Neue nur ein Anhängsel wird (dies bedeutet aber das man sehr vorsichtig sein muß, denn man muß dem neuem Spieler vertrauen können diese Angewiesenheit nicht zu mißbrauchen).

Gefangenschaft
Ein zeitloser Klassiker (besonders in Mantel und Degen Abenteuer ebenso wie in Agenten Geschichten) ist das einer oder mehrere der Charaktere festgesetzt werden und nun darauf warten befreit zu werden oder sich selbst befreien müssen. Da die meisten Spieler ihre Charaktere nur ungern gefangengeben, ist die beste Variante wohl wenn man die Gefangenschaft einfach festlegt und die Gefangennahme als Rückblende ausspielt. In unserem Star Wars Beispiel hat Luke die Vision, daß seine Freunde in Gefangenschaft geraten und danach erst wird dies auch umsetzten. Sicher schmeckt das dem einen oder anderen nach Railroading, aber eigentlich ist es nur Scene Framing; wie auch immer man sollte mit den Spielern über solche Stilmittel mal vor dem Spiel sprechen, da es immer welche gibt die das nicht abkönnen (schließlich kann man im Rollenspiel mal der Held sein und will sich nicht mit Kontrollverlust herumschlagen).

Niederlagen
Man kann nicht immer gewinnen und dennoch sind Niederlagen nicht für jeden leicht zu ertragen. Meine persönliche Empfehlung an alle Spieler die damit überhaupt nicht klarkommen ist, daß sie sich besser ein anderes Hobby suchen sollten (was wohl besser ist als sich mit seinen Freunden zu überwerfen, weil diese nicht so spielleiten wie man es gern hätte). Dennoch sollte man es als Spielleiter nicht übertreiben, denn auf Dauer macht es keinen Spaß nur zu verlieren, oder, was leider häufiger vorkommt, schikaniert (dies machen vor allem schlechte Spielleiter, welche sich wohl als Gegner der Spieler verstehen, da sie entweder glauben das dies Realismus erzeugt oder weil sie Szene im nachhinein bedrohlicher machen wollen) zu werden. Viele Spielleiter wagen sich nicht auf das dünne Eis, sondern gönnen ihren Spielern immer mindesten einen Teilerfolg. Doch eine gut gemachte Niederlage kann denn Spieler besser im Gedächtnis bleiben als der eine oder andere Sieg (was wohl einer der Gründe ist warum viele Star Wars Fans Episode V: The Empire Strikes Back für den besten Star Wars Film halten).

Eine gut gemachte Niederlage darf nicht das Gefühl erzeugen aufgeben zu wollen (zu mindestens nicht von seitens der Spieler, während sich die Charaktere durchaus mit solchen Gedanken beschäftigen dürfen), sie sollte er dazu ermutigen das man sich "jetzt erst recht" denkt. Und dafür sollten die Spieler möglichst auch schon eine Idee haben was sie als nächstes in Angriff nehmen wollen (in meinem Beispiel währe es Han Solo retten zu gehen) und/oder sie haben Blut geleckt und wollen unbedingt wissen wie es weiter geht (wie wird Luke wohl mit den Dingen umgehen die ihm Lord Vader gesagt hat).

--wird fortgesetzt--

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Bin mein Blog
Sonntag, 9. September 2007, 22:39
Mein Blog #11

So, bin wieder da (nach dreiwöchiger Pause) und jetzt gibt es wieder regelmäßig meinen heißen Scheiß (ihr habt ihn sicher vermißt und seid deshalb halb Wahnsinnig geworden).
Inzwischen ist mein Blog jetzt auch über einem Jahr alt und dennoch gehen mir nicht die Themen aus (habe sogar das Gefühl das es mehr werden). Für diesen Monat stehen also noch einige Artikel an. Sicher für L5R und SLA, aber auch DSA und die neue WoD sollen mal wieder erwähnt werden.

Will hier noch Kurz den GenCon ansprechen, nun ist es Offiziell nächstes Jahr kommt D&D 4.0 (hoffentlich diesmal ohne das man es sich kauft und dann alsbald eine +0.5 Variante serviert bekommt), womit es schneller da ist als meine Wenigkeit gerechnet hätte (dachte an 2009). Des weiteren hat Rokugan einen neuen Emerald Champion, aber darüber gibt es bei Gelegenheit in einem L5R-Beitrag mehr.

Ansonsten steht nächste Woche die Odyssee an, werde dort Cthulhu leiten (wollte ursprünglich auch noch L5R anbieten, kam aber nicht dazu mir Gedanken über ein Abenteuer zu machen). Werde sicher über den Con Berichten.

Du bist nicht nur dein Blog
Deine Stimme zählt, also wähle K.I.Z., und auf keine Fall die Schwaben von Itchy Poopzkid! Außerdem steht am 22. eine Demo an, gegen die Vorratsdatenspeicherung, erwarte Euch alle da zu sehen.

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